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Diese Seite wurde zuletzt am 19.02.2008
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Der Pfau


 
Pfauen zählen zu den ältesten Haustieren. Sie wurden schon vor Jahrtausenden ausserhalb von Indien gehalten. Damals wurden die Tiere nicht nur wegen ihres prachtvollen Gefieders als Zierde gehalten. Nein die Tiere standen auch auf der Speisekarte der Obrigkeiten.

Auch wurden den Pfauen in verschiedenen Kulturen als göttlich angesehen und verehrt. Auch diente das aussergewöhnliche Erscheinungsbild von Pfauen in den unterschiedlichsten Religionen als Sinnbilder, zum Beispiel  für Auferstehung, Unsterblichkeit oder als Torwächter zum Paradies.

All diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei.  Heute werden Pfauen in unseren Breiten nur noch zur Zierde gehalten. Man trifft sie in Parks, Zoo und in den Händen von privaten Liebhabern an. Dabei handelt es sich jedoch meist um den Blauen Pfau oder um Mutationen dieser Art.

 
   
Arten: Die nachfolgend aufgeführten drei Pfauenarten kommen frei lebend in der Natur vor.
   
 

Blauer Pfau, Pavo cristatus
    Der Blaue Pfau ist eines der ältesten Haustiere. Frei lebend kommt er in der Natur in Indien und Sri Lanka vor. Da er standorttreu und in unseren Breiten winterhart ist, wird er am häufigsten von allen Pfauenarten gehalten.
   
     
    Abgeleitet von der frei lebenden Spezies gibt es mittlerweile viele vom Menschen geförderte Mutationen. Diese sind sehr beliebt in den USA, wo um die 90 verschiedene Mutationen gezüchtet werden

Hier einige Beispiele von gezüchteten Mutationen:

     
 
 

Grüner- oder Ährenträgerpfau, Pavo muticus

Diese Pfauengattung wird wesentlich seltner gehalten als die Blauen und die daraus abgeleiteten Mutationen. Das liegt vermutlich daran, dass die Tiere nicht standorttreu und winterhart sind. Somit kann man die Tiere nur in geschlossen Volieren halten und muss sie im Winter in einen beheizten und frostsicheren Stall unterbringen.

Hier unterscheidet man zwischen drei Unterarten.

   

Malaiischer Ährenträgerpfau, Pavo muticus muticus

Der Malaiische Ährenträgerpfau ist die farbintensivste der drei Unterarten. Typisch sind die durchgehend hellblau glänzenden Flügeldecken und das intensiv grüne Halsgefieder.
Diese Unterart lebt auf der Malaiischen Halbinsel, Südteil ab der Meerenge von Kra, Insel Java

   

Indochina Ährenträgerpfau, Pavo muticus imperator

Der Indochina Ährenträgerpfau hat gegenüber der Unterart Muticus keine durchgehenden blauen Flügeldecken. Viele Federn sind nur mit blauen rändern versehen. Das Halsgefieder ist wesentlich matter und geht mehr in Richtung braun/bronze Farben.
Wie der Name sagt lebt diese Unterart im gesamten Indochinaraum.

   

Burma Ährenträgerpfau, Pavo muticus spicifer

Der Burma Ährenträgerpfau hat gegenüber den anderen beiden Unterarten wesentlich weniger grün Anteile im Gefieder. Das Rückenschild zwischen Hals und Flügeln ist bei dieser Unterart eher blaugrün. Bei den Flügeldecken ist fast kein Blauanteil mehr vorhanden.
Diese Unterart lebt im Nordwesten von Burma. Das Arrakan-Gebirge trennt den Lebensraum zur Unterart Imperator ab.

     
 
 

Kongopfau, Afropavo congensis

Der Kongopfau ist die einzig Pfauenart auf dem afrikanischen Kontinent. Alle anderen Pfauenarten sind in Asien beheimatet.

Da diese Pfauenart extrem hohe Anforderungen an Unterbringung und Futter stellt (Tropenhaus), wird sie kaum von Privatläuten gehalten.

Diese Pfauenart lebt ausschliesslich in den Regenwaldgebieten des Kongobeckens (Zaire).

   
   
Kreuzungen: In seiner Neugierde hat es sich der Mensch natürlich nicht nehmen lassen, die Blauen Pfauen und die daraus resultierenden Mutationen mit den Ährenträgerpfauen zu kreuzen. Alle daraus resultierenden Nachkommen bezeichnet man als Spalding-Pfauen